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Freizügigkeitskonto

 

Angestellte mit einem Jahreseinkommen über CHF 21’150 (Stand 2017) sind zwingend der Pensionskasse ihres Arbeitnehmers angeschlossen. Was aber passiert, wenn man den Arbeitgeber verlässt? Wenn man direkt seine Arbeitsstelle wechselt, dann wird das Vorsorgeguthaben von der alten zur neuen Pensionskasse transferiert. Wird man hingegen nicht direkt weiterarbeiten, dann muss man der bisherigen Pensionskasse mitteilen, wohin sie das Pensionskassenguthaben überweisen soll. Wir gehen auf diesen zweiten Fall – Stellenaufgabe vor der Pensionierung, ohne direkt nachfolgenden Stellenantritt und ohne dass man unter eine Frühpensionierungs-Regelung fällt – näher ein.

Wer benötigt ein Freizügigkeitskonto?

Alle Personen in der Schweiz, die
• noch nicht pensioniert werden
• ihre Stelle aufgeben
• und einer Pensionskasse angehörten
müssen ihrer bisherigen Pensionskasse bei Stellenaustritt mitteilen, wohin sie das Vorsorgekapital überweisen soll.

Die möglichen Gründe für die Stellenaufgabe wie z.B.
• Entlassung
• freiwillige Kündigung aufgrund Auslandsaufenthalt oder Weiterbildung
• Babypause
• Auszeit
spielen dabei keine Rolle.

Bezug Freizügigkeitskonto: Das Geld ist nicht frei verfügbar

Wie bei Säule 3a-Konten ist auch bei einem Freizügigkeitskonto eine vorzeitige Auszahlung nur in wenigen Fällen möglich:
• Selbst genutztes Wohneigentum
• Auswanderung aus der Schweiz (mit Einschränkungen falls die Auswanderung innerhalb Europas erfolgt)
• Aufnahme Selbständigkeit ohne Anschluss an eine Pensionskasse
• Invalidität (volle Invalidenrente der IV)
• Tod

Trifft keiner dieser Auszahlungsgründe zu, dann muss man bis mindestens fünf Jahre vor dem ordentlichen Pensionierungsalter mit dem Bezug warten. Das frühestmögliche ordentliche Bezugsalter ist also 59 für Frauen und 60 für Männer. Man kann das Geld aber auch bis fünf Jahre darüber hinaus auf dem Freizügigkeitskonto belassen, etwa um vom steuerfreien und vergleichsweise hohen Zinsertrag zu profitieren und sich die Vermögenssteuer auf dem Kapital zu sparen. Konkret kann man ein Freizügigkeitskonto also zwischen dem 59. und 69. Geburtstag (Frauen) resp. dem 60. und 70. Geburtstag (Männer) ordentlich auflösen.

Die Zinsen befinden sich momentan auf einem Tiefpunkt (0.000% bis 0.225%). Freizügigkeitsgelder werfen mittlerweile kaum noch einen Zins ab.


Eine Alternative für Personen mit einem längeren Anlagehorizont ist die Anlage seines BVG-Guthabens in Fonds.

Vorsorgegeld in Aktien anlegen

Viele Personen in einer solchen Situation überlegen sich wegen den tiefen Zinsen, wie sie mehr Rendite auf ihrem Alterskapital erzielen könnten. Eine Möglichkeit ist, via eine Freizügigkeitsstiftung in Fonds zu investieren. Anbieter, welche solche Anlagen ermöglichen, sind beispielsweise die Migros Bank, die Credit Suisse und die Bank J. Safra Sarasin. Dabei stellen diese sicher, dass Ihr Vorsorgegeld im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen angelegt wird. So gibt es Vorschriften zu beachten, was das Eingehen von Risiken betrifft. Der Anteil für riskantere Geldanlagen im Rahmen der 2. Säule nach BVG ist gesetzlich auf folgende Maximalwerte beschränkt:
• Grundpfandtitel auf Immobilien:50%
• Aktien: 50%
• Immobilien: 30% (davon max. ein Drittel im Ausland)
• Fremdwährungen ohne Währungsabsicherung: 30%
• Alternative Anlagen: 15%

Aufgrund der Anlageform (Aktien, Immobilien, Obligationen, ggf. alternative Anlagen) können Fondslösungen langfristig eine höhere Rendite abwerfen als reine Konto-Lösungen – lassen Sie sich jetzt beraten, wie Sie mehr Zins erzielen können.